Kalte-Progression-Rechner
Mehrsteuer durch Inflation und Progression sichtbar machen.
Kalte-Progression-Rechner
Berechne die Mehrsteuer durch kalte Progression und den realen Nettoeffekt.
Warum dieser Rechner hilft
Kontext, Best Practices und FAQ.
Der Kalte-Progression-Rechner zeigt, wie Inflation und nominelle Gehaltserhoehungen die Steuerlast steigen lassen, obwohl die Kaufkraft kaum waechst. Wenn das Einkommen nur die Preisentwicklung ausgleicht, rutscht es durch die progressive Tarifstruktur in hoehere Steuersaetze. Der Effekt ist eine versteckte Mehrbelastung, die nicht aus einer echten Wohlstandssteigerung kommt. Dieses Tool macht den Mechanismus sichtbar und uebersetzt ihn in konkrete Euro-Betraege.
Du gibst dein aktuelles zu versteuerndes Einkommen, die geplante nominale Erhoehung in Prozent sowie die erwartete Inflationsrate ein. Optional kannst du Zusammenveranlagung waehlen; dann werden die Tarifgrenzen verdoppelt (Splitting-Naeherung). Der Rechner berechnet die Steuer einmal mit unveraenderten Tarifgrenzen und einmal mit inflationsindexierten Grenzen. Die Differenz ist die kalte Progression, also die Mehrsteuer, die nur wegen fehlender Anpassung entsteht.
Das Ergebnis zeigt dir auch die Nettoentwicklung: aktuelles Netto, Netto nach der Erhoehung sowie ein inflationsbereinigtes Netto. So erkennst du, wie viel von der Gehaltserhoehung real uebrig bleibt. Das hilft bei Gehaltsgespraechen, Tarifverhandlungen und Budgetplanung, weil du argumentieren kannst, welche Erhoehung wirklich Kaufkraft sichert. Arbeitgeber koennen mit denselben Zahlen die Wirkung von Gehaltspaketen transparent erklaeren.
Nutze den Rechner auch fuer Szenarien: Lege mehrere Inflationsraten an, pruefe Einmalzahlungen oder einen Bonus im selben Jahr und vergleiche, ob der steuerliche Effekt staerker ist als der reale Gewinn. Wenn dein Einkommen knapp an einer Stufe liegt, kann eine kleine Erhoehung einen deutlich hoeheren Grenzsteuersatz ausloesen. Der Rechner zeigt die effektiven Steuersaetze vor und nach der Erhoehung, damit du erkennst, wie hoch der Anteil ist, der an den Fiskus geht.
Der Rechner nutzt ein vereinfachtes Tarifmodell mit typischen Stufen und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Sonderfaelle wie Kirchensteuer, Soli, Freibetraege oder Abzuege sind nicht eingerechnet. Fuer exakte Werte nutze den Einkommensteuerrechner und kombiniere ihn mit realen Tarifdaten. Als schneller Kompass zeigt dir dieses Tool jedoch sehr gut, ob eine nominelle Erhoehung nur Inflation ausgleicht oder tatsaechlich mehr Netto bringt.
Was ist der Unterschied zwischen nominaler und realer Erhoehung?
Nominal ist die Prozentzahl auf dem Lohnzettel. Real bedeutet kaufkraftbereinigt, also nach Abzug der Inflation. Eine hohe Inflation kann eine nominale Erhoehung komplett neutralisieren.
Was bedeutet inflationsindexierte Tarifgrenzen?
Dabei werden die Steuerstufen um die Inflationsrate verschoben. So bleibt die Steuerlast bei gleicher Kaufkraft stabil und die kalte Progression wird reduziert.
Kann ich eine Nullrunde abbilden?
Ja. Setze die nominale Erhoehung auf 0 %, um nur den Effekt der Inflation zu sehen.
Warum ist die kalte Progression manchmal null?
Wenn Einkommen und Inflationsrate niedrig sind oder du innerhalb derselben Tarifstufe bleibst, entsteht kaum Mehrsteuer durch die Stufengrenzen.
Beruecksichtigt der Rechner Soli oder Kirchensteuer?
Nein. Das Modell konzentriert sich auf den Einkommensteuertarif. Fuer Details kannst du den Einkommensteuerrechner mit zusaetzlichen Angaben nutzen.
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Stoeber weiter: schnelle Spruenge zu passenden Umrechnern.
